Houude

Der Wahnsinn des dänischen Zahlensystems

Zählen auf Dänisch ist überraschend kompliziert. Ich schreibe das hier einmal auf, in der Hoffnung, dass ich es mir dadurch besser merken kann.

Die Zahlen von Eins bis Zehn sind relativ einfach:

1 = en (wie der unbestimmte Artikel "ein/eine")
2 = to (ein bisschen wie "two)
3 = tre (ein bisschen wie "three")
4 = fire (in etwa so gesprochen wie "vier)
5 = fem (keine gute Eselsbrücke, außer, dass es wie "fünf" mit "f" anfängt)
6 = seks (ähnlich gesprochen wie "sechs", aber genau so wie "sex")
7 = syv (wie ein betrunken gelalltes "seven")
8 = otte (keine Eselsbrücke)
9 = ni (ein bisschen wie "nine")
10 = (ganz entfernt wie "ten")

Von Zwanzig bis Hundert wird es etwas komplizierter. Zwanzig bis Vierzig ergibt noch Sinn:

20 = tyve (nah an "to")
30 = tredive (gesprochen "tralve", also nah an "tre")
40 = fyrre (gesprochen "för", also nah an "fire")

Danach wird es etwas wilder, die Dänen rechnen nämlich dann basierend auf Zwanzig und halben Zwanzigern weiter. Die Zahlen sind dann tatsächlich die Gleichungen, 50 ist zum Beispiel "Zweieinhalb mal Zwanzig" also "halv-tredje sinde tyve". Das ist ganz schön lang, deshalb benutzt niemand in Dänemark diese Version, stattdessen gibt es für alle Zahlen gekürzte Versionen. Für 50 ist das z.B. "halvtreds, also im Grunde nur "Halb-Drei" und dann das "s" von "sinde", damit man es von "2,5" unterscheiden kann.

Die Zahlen 50 bis 100 sind:

50 = 2,5 * 20 = halv-tredje sinde tyve = halvtreds
60 = 3 * 20 = tre sinde tyve = tres
70 = 3,5 * 20 = halv-fjerde sinde tyve = halvfjerds
0 = 4 * 20 = fire sinde tyve = firs
90 = 4,5 * 20 = halv-femte sinde tyve = halvfems
100 = et hundred

Und noch einmal nur die Kurzformen:

50 = halvtreds
60 = treds
70 = halvfjerds
80 = firs
90 = halvfems
100 = et hunderd

Ich merke mir das aktuell so: Alles, was eine ungerade Zehnerstelle hat (50, 70, 90), ist eine halbe Zwanzig, beginnt also mit "halv". Dann braucht man nur noch die nächste gerade Zahl und kommt so gut auf die ungeraden.
Wenn ich also wissen will, was 70 heisst, weiss ich dass ich die "halv" brauche und dann etwas, was wie 80 kling. Achtzig ist firs, also ist 70 halvfjerds. Nicht exakt "halvfirs", aber klingt ähnlich genug, damit ich auf das richtige Wort komme.

Markus hat hier eine deutlich professionellere version dieser Thematik aufgeschrieben.

Elden Ring Log

Ich spiele aktuell mal wieder Elden Ring. Ich bin scheinbar an einem Punkt in meinem Leben angekommen, an dem ich nur noch Spiele spiele, die ich schon kenne. Elden Ring habe ich schon einmal fast durchgespielt (ich habe Melania geschafft!), die DLCs kenne ich noch gar nicht.
Da das schon so lange her ist und ich jeglichen Kontext vergessen habe, habe ich mich entschlossen, einen neuen Charakter anzufangen.

Da ich allerdings auch vollzeitig Berufstätig, Vater zweier Kinder und Ehemann bin, habe ich nicht allzu viel Zeit und zwischen zwei Spiel-Sessions kann ein bisschen Zeit vergehen. Damit ich mir besser merken kann, was passiert ist und was ich gemacht habe, find ich an, alles aufzuschreiben. Das teile ich jetzt einfach hier, warum auch nicht.

Zum aktuellen Zeitpunkt habe ich etwa 10 Stunden Spielzeit. Ich habe nicht alles von Anfang an aufgeschrieben, deswegen fängt das hier irgendwo in der Mitte zwischen Limgrave und der Weeping Peninsula an.

  • Tombsward Cave: Wie alles mit poison extrem nervig, aber zum Glück auch recht kurz und einfach. Der Dungeon-Boss war nicht sehr komplex und mit fire infusion schnell gelegt. Bekam einen guten Ausdauer-Talisman dafür.
  • Fort Haight: War hier früher schon einmal, aber hatte mich dann entschlossen, später wieder zu kommen. Die Kombination aus dem Mad Pumpking Head am Eingang und dem starken Kinght auf dem Turm war mir damals zu schwer. Dieses mal habe ich das gesamte Castle im ersten Versuch gemacht.
    Danach wieder zurück zu Kenneth Haight, der davon spricht die Menschen und die Demi-Humans zusammen zu bringen. Bei der Rückkehr zum Fort wird dann schnall klar, dass das nicht funktioniert hat. Zum Ritter schlagen kann er uns plötzlich auch nicht mehr. Schade.
  • Tombsward Evergaol: Hier habe ich mich ein bisschen schwer getan, hauptsächlich wegen der vielen gap-closer und der Attacken, die den Boss sofort wieder out of range bringen. Nach ein paar versuchen dann sehr aggressiv gespielt, was den Boss schnell gestaggered hat und fast zu einfach machte. Bekam noch einen Talisman, der einige stats stark anhebt, mich dafür aber auch mehr schaden erleiden lässt. Benutze den jetzt.
  • Fortress Morne: Einmal alles gecleard, leider dann einen Abzweig genommen, der mit nicht zu Edgar geführt hat (ich hatte seine Tochter Irina vorher getroffen, sie hatte mir einen Brief für ihn mitgegeben). Immerhin das Grace beim Boss freigeschaltet. Dann noch mal alles von vorne, dieses mal zu Edgar. Der will aber nicht weg, weil er auf das Schwert von Morne aufpassen muss. Zusammen mit ihm den Boss gelegt (sehr einfach zu zweit leider, aber cool für die Story) und das Schwert bekommen. Leider ein Colossal Sword mit 40 STR requirement, das ich in meinem Int/Dex build wohl nicht nutzen werde.
    Danach wieder zu Edgar (mittlerweile renne ich einfach durch, das klappt ganz gut), der jetzt zurück zu Irina will. Bei ihr angekommen stellen wir fest, dass sie ermordet wurde.
  • Zurück nach Limgrave, dort hatte ich noch den Drachen im See offen. Hatte ihn ein paar mal zu fuss versucht, das funktionierte wegen der Flugmoves nicht sehr gut. Auf dem Pferd war er aber tatsächlich machbar. Sehr cooler Kampf. Danach zurück zu Yura, der beeindruckt ist. Er erzählt mir von der “Dragon Communion”, warnt mich aber auch gleichzeitig, dass das nicht ganz ungefährlich ist.
  • Nachdem ich jetzt alles auf meiner Liste abgehakt habe, get es endlich weiter nach Stormhill, durch das gate. Ich erinnere mich, dass ich diese Passage bei meinem ersten Playthrough sehr schwer fand. Dieses mal war es sehr einfach, vielleicht bin ich aber auch schon etwas zu stark. In Stormhill have ich dann hauptsächlich erstmal mit NPCs gesprochen: Heartbroken Maiden und Bernahl. Später dann D, Hunter of the Dead.
  • Nachdem ich den Tibia Mariner gelegt habe, vor dem D mich gewarnt hatte, bietet er mir an, seinen Platz einzunehmen. Ich besuche den Beast Clergyman, aber bevor ich mit ihm sprechen kann, bietet Melania mir an, zum Roundtable Hold zu gehen, was ich zuerst mache.
  • Alexander ist jetzt in den Gael Tunnels. Ich kämpfe mich durch, sterbe mehrere Male, schaffe es aber endlich zu ihm zu kommen, nur um dann zu merken, dass ich den anderen Eingang hätte nehmen können, der direkt bei ihm und ohne Gegner ist.
    Auf dem weg komme ich an der Grenze zu Caelid vorbei und habe jetzt schon keine Lust auf das Gebiet. Ist zum Glück noch ein bisschen weg, als nächstes mache ich erstmal Stormwind Castle

Reinkarnation

Als Teil eines größeren Plans was meine präsenz im Internet angeht, habe ich diesen Blog wiederbelebt und an einigen Stellen etwas überholt. Da es ziemlich spät ist und ich meine Augen kaum offen halten kann werde ich mich hier kurz fassen. Den besagten größeren Plan erzähle ich bestimmt auch bei Zeiten, wenn er ein bisschen weiter ausgeführt ist.

Hier geht es erstmal nur um Änderungen an dieser Seite:

  • Am offensichtilichsten ist das neue Design. Nichts besonderes, aber ich mag es und es gibt noch genug für später zu tun.
  • Das content management ist von contentlayer auf keystatic gewechselt. Aktuell nur im lokalen Modus, GitHub auth, sodass ich auch ohne lokalen server schreiben kann, baue ich im nächsten Schritt ein. Das ist tatsächlich ein nicht unwichtiger Teil des planes.
  • Der Blog läuft weiterhin auf Next.js, allerdings jetzt auf version 16.3, statt auf 14
  • Der name hat sich geändert, die URL noch nicht. Auch das mache ich bald. Falls hier jedoch jemand mit einem RSS reader mitliest (falls überhaupt irgendjemand mitliest) stirbt der feed zumindest nicht kommentarlos. Ab jetzt geht es auf houude.net weiter.

Das ist im Grunde alles. Bald mehr, jetzt schlaf.

Der Spaghetti-Eklat

Der heutige Tag war eine Gefühlsachterbahn. Ich ging von einem unglaublichen Hoch in ein wirklich trauriges Tief. Aber fangen wir vorne an.

Als Kind habe ich eigentlich immer Spaghetti-Eis gegessen, wenn wir in einer Eisdiele gesessen haben. Andere Kinder haben den Pinocchio-Becher gefeiert, mir hätte er egaler nicht sein können. Die lustige Waffel-Nase und die paar Smarties konnten mich nicht hinters Licht führen: Im Grunde war es einfach ein Waffeleis.
Spaghetti-Eis hingegen war etwas besonderes. Eis, aber in Form von Spaghetti? Es war fast wie Magie.

Ich war so angetan von Spaghetti-Eis, dass ich Jahrelang nicht hinterfragt habe, aus was es eigentlich besteht, nur, um den Bann nich zu brechen. Natürlich wusste ich tief in mir drin, dass auf diesem Eis keine Tomatensauce und auch kein Parmesan waren. Es schmeckte ja weder tomatig noch käsig. Aber für mich war es trotzdem Tomatensauce mit Käse. Ich wollte auch gar nicht wissen, was es war. War mir egal.

Ich wollte auch nicht wissen, wie es gemacht wird. Ich wusste, dass es da wohl ein Gerät gibt, das Eis in Spaghetti-Form drückt, aber schon dieses Wissen war mir eigentlich zu viel. Für mich musste das in etwa so ablaufen: Ich sage jemandem, dass ich gerne Spaghetti-Eis haben will und dann passiert irgendetwas, was ich nicht weiter verstehen muss und dann bekomme ich dieses Meisterwerk, dieses Zeugnis der Überlegenheit der menschlichen Rasse, der letzte Schlag im Kampf des Menschen gegen die Natur. Nimm das!

So etwa zwanzig Jahre später entschloss ich mich, dass ich Vegan leben wollte. Bisher ist das eine gute Entscheidung, aber sie bringt auch einige Limitierungen mit sich. Beispielsweise, dass man nicht einfach so Spaghetti-Eis haben kann, wenn man will.

Diese Limitierung hatte ich ja als Kind schon einmal. Dann wurde ich erwachsen und plötzlich ist diese Limitierung weg. Man kann einfach immer Eis essen wenn man will. Jeden Tag, theoretisch. Man macht es zwar nie (warum eigentlich?), aber man könnte. Ich hatte diese Freiheit also bereites erlangt, und nahm sie mir selbst wieder.

Heute habe ich dieses Freiheit wieder erlangt.

Meine Frau hat eine Eisdiele gefunden, die veganes Spaghetti-Eis macht. Ich habe Frau und Kinder, und damit viele glückliche Momente: Hochzeiten, Geburten, erste Schritte, was man halt so anhäuft. Die Nachricht von veganem Spaghetti-Eis spielt in dieser Liga mit.

Wir fuhren also dort hin und ich war mir gewiss, dass ich mich an diesen Tag noch lange erinnern würde. Das stimmt vermutlich, aber in meiner naivität war mir nicht bewusst, dass das aus ganz anderen Gründen der Fall sein sollte.

Ich möchte, dass wir zusammen ein Experiment machen: Schließ kurz die Augen und stell dir ein Spaghetti-Eis vor, wie es so sein sollte. Unten ist gefrorene Sahne, darüber eine Schicht aus Eis-Spaghetti, die Al-Dente gefroren sind und etwa den Durchmesser von echten Spaghetti haben. Auf diesem Turm eine leckere Erdbeersauce, nicht zu viel, aber genug um alles zu bedecken. Gespränkelt mit bestem Schoko-Parmesan aus weisser Schokolade. Und sozusagen als Kirsche auf dem Eisbecher – eine Waffel, frech in die Seite gesteckt.

Behalte diese Bild im Kopf. Jetzt stell dir vor, wie die angenehme Musik, die du zweifelsohne gerade beim Lesen im Hinterkopf hattest plötlich schief und unagenehm wird. Die Spaghetti sind nicht Al-Dente. Sie wurden auf dem Herd vergessen, als der Koch auf dem Klo ein Micky-Maus-Heft gelesen hat und sind ganz weich und viel zu dick. Dem Koch fiel das auf, und er versuchte das Gericht zu retten. Leider lässt sich aus diesen Spaghetti kein Turm bauen, alles ist zur Seite gefallen. So gibt es jetzt einen Teller, halb Spaghetti-Eis-Nudel-Matsch, halb Sahne. Die Sahne ist dadurch leider sofort warm geworden und gar nicht mehr gefroren.

Dann griff der Koch nach dem letzten Strohhalm, der jedes Gericht rettet: Viel Sauce. Nett gemeint, aber da alles schon eine matschige Konsistenz hatte, vermischte sich leider die Sauce mit dem Rest. so dass es am maximal ein Eintopf wurde. Immerhin die Waffel war vorhanden.

Das klingt maßlos übertrieben. Vielleicht hatte ich einfach nur eine zu schöne Vorstellung von Spaghetti-Eis und nichts konnte dem Gerecht werden und jetzt bin ich einfach Enttäuscht. NEIN. Ich wusste, dass man mir das unterstellen würde. Hier:

Es war schrecklich.

Das Auto

Ich denke aktuell verhälnismäßig viel über unser Auto nach. Das hat zwei Gründe:
Zum Einen haben sich einige Nachbarn neue Autos gekauft und ich denke dann immer, dass ich auch was neues kaufen muss, damit die Leute sehen dass wir nicht arm sind (oder ähnlicher sinnloser Quatsch, den sich mein Gehirn ausdenkt).
Zum anderen funktioniert unser Auto aktuell nicht so richtig. Und immer wenn das passiert, muss ich zwangsweise darüber nachdenken.

Wir fahren aktuell einen ~15 Jahre alten Seat Ibiza. Das ist okay, das Auto fährt und wir nutzen es nur für Freizeit und Einkäufe. Klar, ein bisschen eng zu viert und auch ein bisschen unpraktisch mit einem Baby einen 3-Türer zu fahren, aber ich konnte es noch nicht so richitg rechtfertigen, einen stange Geld auszugeben.

Nun ja, aktuell hat dieses Auto allerdings ein paar kleine Schwächen (teile der Familie nennen es liebevoll nur noch "Schrottschüssel", was ich für maßlos übertrieben halte): Ein Fensterheber ist hinüber, die Lüftung macht komische Geräuche und die Klimaanlage funktioniert nicht mehr. Außerdem scheint das Masse-Kabel von der Batterie nicht mehr sehr gut zu leiten, was zu allerlei komischen Verhalten in der Elektronik führt.
Demletzt ging dann auch noch das Wischerblatt vom Heckscheibenwischer kaputt. Da ich keine Ahnung von Autos habe, freute ich mich, dass wenigstens das etwas war, was ich reparieren konnte!

Das war auch relativ einfach: Nachdem ich zuerst auf gut Glück den falschen Scheibenwischer auf Amazon bestellt hatte, fuhr ich in den Baumarkt um dort dann auf gut Glück den richtigen zu kaufen. Das funktioniert jetzt also wieder, bei Regen ist nach hinten alles wunderbar frei. Toll. Anschließend fuhr ich noch in die Waschanlage und saugte den Wagen von innen aus, dann fühlt sich so ein Auto ja auch gleich viel weniger schrottig an.

Das war gestern. Ich hatte also endlich mal wieder ein ganz gutes Gefühl, mit dem Auto unterwegs zu sein.

Heute Mittag ist uns dann ein Lieferwagen rückwärt vorne drauf gefahren und hat mit der Anhängerkupplung unsere gesamte Stoßstange eingedrückt. Damit hat sich das mit dem guten Gefühl dann auch wieder erledigt. Alles in allem lässt sich festhalten, dass das Thema "Auto" ein leidiges ist.

Hello world

I had the idea of having another blog "on the side" for about a week now. I could have started writing here ealier, but when I started writing the technical implementation of this blog, I though I could as well make a starter template out of this.

This starter is now finished (link) and this very blog is based on it. Which is nice, I was only 50% sure I would pull through with this and almost expected myself to drop both ideas in the middle and do something else. But here we go, I have a working starter template and I have a second blog.

Turns out you cannot fork your own repositories on GitHub, which is a little sad. I needed to import my starter repository in order to use it as a base for this blog. Was hoping I could be my own first user. Well, better than nothing I guess. Excited to see how the starter template behaves in the wild.

This post really has no deeper meaning. But I wanted to get this blog live and I need at least on post on it. And since it's the middle of the night right now, I'm just rambling on currently.

© 2026 Houude